Mach dir keine Sorgen

Kann es sein, dass wir wirklich ein Leben ohne Sorgen und Ängste leben können?
Dass wir unbeschwert und fröhlich durch´s Leben gehen?
Auch wenn wir Herausforderungen begegnen, die uns zu Sorgen Anlass geben wollen?
Können wir wirklich so dreist sein, uns das zu erlauben?
Bedeutet das nicht, dass wir am Ende unsere von Gott gegebene Verantwortung nicht ernst nehmen? Dass wir gleichgültig sind? Dass uns alles egal ist und wir einfach so in den Tag hinein leben?
Gehören nicht wenigstens ein bisschen Sorgen zum „normalen“ Leben dazu?
Wie kann das denn sein: Ein Leben wirklich ohne Sorgen und Ängste?

Jesus sagt uns in Mt. 6:31-33:
So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen? Warum wollt ihr leben, wie die Menschen, die Gott nicht kennen und diese Dinge so wichtig nehmen? Euer himmlischer Vater kennt eure Bedürfnisse. Macht das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit zu eurem wichtigsten Anliegen, und er wird euch alles geben was ihr braucht.
Deshalb sorgt euch nicht um morgen, denn jeder Tag bringt seine eigenen Herausforderungen. Der morgige Tag wird für sich selbst sorgen.“


Jesus sagt uns also ganz klar: Ja, es gibt dieses Leben ohne Sorgen und Ängste! Wann?
Wenn wir nicht auf die Umstände, nicht auf das Reich und die Möglichkeiten dieser Welt schauen, sondern auf das Reich Gottes - d.h. wenn wir dieses Reich Gottes zur Priorität in unserem Leben machen!
Das schließt mit ein, dass wir uns dafür entscheiden, unserem Vater im Himmel zu vertrauen und das Sorgen um uns selbst lassen.

Gott verdient unser vollstes Vertrauen.
Jesus sagt, dass unser Vater weiß, was wir brauchen und dass er sich darum kümmert, uns mit allem zu versorgen – ist das nicht fantastisch? Er wird uns alles geben, was wir brauchen!

Überlege mal, wie sich Jesus während seines irdischen Lebens um den morgigen Tag hätte Sorgen machen können: Er wusste spätestens nach der Verklärung, was für ein Ende, was für ein Tod ihn erwarten würde in Jerusalem…
Aber er lebte wirklich komplett im Jetzt, nicht im Morgen oder Übermorgen.
Und er praktizierte, was er lehrte, war ganz im Vertrauen in Seinen Vater gegründet, er hatte sich ihm ganz übergeben und ergeben! Deshalb konnte er jeden Tag im vollkommenen Frieden leben und den Auftrag seines Vaters erfüllen.
Und das ist der Wille Gottes auch für unser Leben!

Es gibt noch eine großartige Stelle in Philipper 4,6f., wo wir erfahren, wie wir mit Sorgen umgehen sollen:
„Seid um
nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung, eure Anliegen vor Gott kund werden.; und der Friede Gottes, der alles Denken übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“
Das ist also keine Option hier, sich nicht zu sorgen, sondern das ist ein Befehl: „Seid um nichts besorgt...“

Wenn wir uns nun nicht sorgen sollen, was sollen wir denn dann machen mit den Gedanken, den Ängsten, die kommen wollen?
Wir lesen in Philipper 4,6f. dass wir alle unsere Anliegen vor Gott kund werden lassen sollen, d.h. dass wir sie Gott sagen sollen, sie vor Ihn bringen sollen – wie?
Im Gebet, im Flehen – und dann, indem wir ihm danken! Warum danken?
Weil wir jetzt alles in die Hände Gottes gelegt haben, und so sagen wir ihm danke dafür, dass er sich jetzt um alles kümmern wird.

Denn nicht wir sind jetzt die Kämpfenden und Ringenden mehr, sondern er beginnt nun, in unserem Interesse zu kämpfen für uns.
Solange wir noch selbst kämpfen wollen, uns sorgen wollen, es letztlich selbst besser wissen als Gott, lässt Er uns kämpfen – und kämpfen und kämpfen…
Bis wir an den Punkt gelangen, wo wir nicht mehr wollen und können, wo unsere eigene Kraft am Ende ist – und wir endlich alles in Seine Hände legen.
Was passiert dann in unserem Inneren?
Der Friede Gottes, der über allen Gedanken steht, der viel größer ist als alle Gedanken, breitet sich aus in uns, und wir kommen – endlich – zur Ruhe.
Tiefe, innere Freude ist eine weitere Folge davon...

Und das Gute ist: Je öfter wir dies praktizieren, umso schneller geht es normalerweise damit, die Sorgen auf Ihn zu werfen. Wie bei einem Leichtathleten/Mehrkämpfer, der z.B. Hammer oder Speerwerfen macht – da ist es noch am Anfang schwierig und mühsam ,aber es wird immer leichter und leichter…mit der Übung...

Manche denken, dass sie sich sorgen müssen, wenn sie jemanden besonders lieb haben: Ich liebe ihn/sie so sehr, meine Liebe drückt sich doch aus, indem ich mir Sorgen mache um diese Person...wenn ich mich nicht sorge um diese Person, bedeutet das doch, dass ich sie nicht liebe...“
Nein, das ist nicht die Wahrheit!
Das sagt nur aus, dass wir genau diese Person noch nicht abgegeben haben an Jesus und sie in unserer Hand liegt, nicht in Gottes Hand.
Und dann kann Gott nichts machen, ihm sind die Hände gebunden, er muss warten, bis wir diese Person in Seine Hände gelegt haben…
Das bedeutet natürlich nicht, dass uns die Person in irgendeiner Weise egal ist, nein, es bedeutet, dass wir Gott mehr glauben als unserer eigenen „(Sorgen-)Kraft“.
Wir glauben dann nämlich, dass Er unsere Gebete für die Person beantwortet und sich am besten um sie kümmern kann.
Wir können sie voller Vertrauen in seine Hände legen.

Die Ursache für alles Sorgen liegt letztlich immer in einem noch nicht tief gegründeten Vertrauen in Gott.
Was tun wir, wenn wir dies an einem Punkt bei uns vielleicht entdecken?
Wir kehren um – Halleluja – und sagen, dass es uns leid tut, wo wir ihm nicht vertraut haben, übergeben ihm die ganze Situation, den/die Menschen bzw. unsere Zukunft und erklären, dass wir ihm von jetzt an vertrauen werden.
Und wir erleben diesen wunderbaren Frieden Gottes!

Das Einzige, worauf wir dann noch achten müssen, ist, dass wir dann auch darauf stehen bleiben, in diesem Frieden bleiben, und nicht nach einer halben Stunde wieder den Sorgen – und Angstgedanken Raum geben.
Nein, wir halten uns konsequent an das Wort, halten daran fest, dass wir ja alles, was uns bedrängen wollte, auf ihn geworfen haben, und dass wir jetzt nicht mehr weiter kämpfen werden, sondern ihm nur noch danken.

Also anstatt über Sorgen, Befürchtungen und Ängste dann weiter nachzudenken oder zu sprechen, sprechen wir lieber über die Wahrheit, also das Wort Gottes:
Lass uns zum Beispiel darüber sprechen, dass wir in Gesundheit leben und eines Tages auch gesund und lebenssatt sterben werden, dass wir unseren ganzen Auftrag hier auf der Erde erfüllen, dass wir, wenn wir älter werden, nicht gebrechlich werden, sondern wie Kaleb stark und gesund sind wie in unserer Jugend.
Ps 103:5 sagt uns: „Der Herr sättigt dein Leben mit Gutem, deine Jugend erneuert sich wie bei einem Adler.“
Und das ist die absolute Wahrheit:
Unsere Jugend wird ständig erneuert, Gott sättigt unser Leben ständig mit guten Dingen!

Wir machen uns also auf keinen Fall eins mit dem Reden, das man so oft in unseren Tagen hören kann, wo ständig von Krankheit geredet wird: dass es ja nicht besser wird, sondern schlechter etc.…
Du bist von Jesus aus diesem verkehrten Denken der Welt herausgerissen worden, aus dem Reich der Finsternis – und Krankheit, früher Tod, und Gebrechen, gehören nicht zu dir.
Du bist hinein versetzt worden in das Reich des Sohnes Seiner Liebe, in das Reich des Lichts, in das Reich der Gesundheit, ja, in Seinem Reich gibt es nur Gesundheit und Leben.
Jesus hat alle Krankheiten, alle Schmerzen und sogar den Tod auf sich genommen, getragen, damit wir nicht mehr krank sein müssten, damit wir nicht, auch wenn wir älter werden, mit immer mehr Gebrechen zu kämpfen haben.

Was uns unbedingt hilft, um in diesem Lebensstil dauerhaft fest zu werden, das ist, dass wir über dieser Wahrheit nachsinnen. So wird unsere Seele erneuert.

Und der zweite Schritt ist dann, dass wir es auch in die Tat umsetzen!
Wir haben so ein geniales Leben von Jesus geschenkt bekommen – es ist viel zu schade, es ist viel zu wertvoll, als dass wir es uns mit ständigem Sorgen und Ängstigen vermiesen lassen.

Also lasst uns zusammen den Spieß umdrehen und unserem Gott danken, dass er alles im Griff hat, dass er sich so liebevoll und perfekt um uns kümmert, und zwar in allen Dingen, und dass wir somit im vollen Frieden leben können.

So gehen wir gemeinsam vorwärts!

In Seiner Liebe,

Irina Karl